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Wichtig ist der Gesamteindruck


Das qualifizierte Arbeitszeugnis sollte einerseits informativ und "wahr", andererseits aber auch von verständigem Wohlwollen geprägt sein.

Dem ausscheidenden Arbeitnehmer (AN) sollen - laut Gesetzgebung - vom Arbeitgeber (AG) keine Steine in den Weg gelegt werden auf dem weiteren beruflichen Weg. Kleinere Schwächen oder kurze Phasen schwächerer Leistung dürfen nicht im Zeugnis "verewigt" werden; der Gesamteindruck der Leistungen des AN's darf dadurch nicht geschmälert werden.

Ein Arbeitszeugnis muss durch den ausscheidenden AN eingefordert werden und sollte diesem entweder zum Kündigungszeitpunkt - dann häufig "vorläufiges Zeugnis" oder "Zwischenzeugnis" genannt, oder in einer Frist von ca. 14 Tagen nach Arbeitsende zur Verfügung stehen, damit er sich damit ggf. bewerben kann.

Es ist Aufgabe des Empfängers, das Zeugnis nach Erhalt zu prüfen bzw. prüfen zu lassen, damit Negativaussagen, die einer erfolgreichen Bewerbung im Wege stehen könnten, ggf. noch verändert werden. Das Zeugnisdatum muss auch nach einer Veränderung dem Kündigungsdatum entsprechen.

Bei der Interpretation eines Arbeitszeugnisses ist immer auch der Gesamteindruck entscheidend; einzelne Bausteine zu betrachten genügt in der Regel nicht.

Die Bausteine eines vollständigen Zeugnisses bestehen aus folgenden Komponenten und sollten idealerweise auch in dieser Abfolge auftauchen:

1. Eingangsteil    

•beschreibt wer, wann, was und wo gearbeitet hat (sollte keine Anschrift des AN enthalten)

2. Positions- und Aufgabenbeschreibung    

•Hier geht es u.a. um die Position, Einordnung, Berichtspflicht, Haupt-/Sonderaufgaben, Projekte, Vollmachten, Umsätze, Bilanzsummen etc. (Die Bedeutung der Aufgaben sollte bei der Aufzählung beachtet werden - der verantwortungsvollste Arbeitsbereich gehört an die erste Stelle)

3. Beurteilung der Leistung und des Erfolges

Dieser Baustein wird üblicherweise in fünf Untergruppen aufgeteilt:   

•Arbeitsbereitschaft, Motivation (Engagement, Pflichtbewußtsein, Interesse, Einsatzwillen usw.)   

•Arbeitsbefähigung, Können (Ausdauer, Belastbarkeit, Denkvermögen, Urteilsvermögen, Kreativität)  

•Fachwissen, Weiterbildung (Inhalte, Aktualität, Anwendung, Nutzen, Eigeninitiative)  

•Arbeitsweise, Arbeitsstil (Selbstständigkeit, Eigenverantwortung, Sorgfalt, Systematik)   

•Arbeitserfolg, Ergebnisse (Qualität, Tempo, Umsatz, Termintreue, Zielerreichung)

4. Konkrete herausragende Erfolge

5. Führungsleistungen 
   

•Zahl der Mitarbeiter, Leistungen der Abteilung, Betriebsklima, Mitarbeiterzufriedenheit

6. Beurteilung des Sozialverhaltens   

•Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen (Vorbildlichkeit, Anerkennung, Teamfähigkeit)

(Wichtig ist hier, dass die Vorgesetzten an erster Stelle genannt werden. Lediglich bei sehr dienstleistungsorientieren Positionen stehen die Kunden vorn)  

•Verhalten zu Externen, z.B. Kunden, Klienten, Gästen, Firmen, Zulieferern. (Auftreten, Kontaktfähigkeit, Verhandlungsstärke, Kundenzufriedenheit)    

•Soziale Kompetenz (Vertrauenswürdigkeit, Diskretion, Durchsetzungsfähigkeit, Loyalität)

7. Schlusssatz   

•Kündigungsformel, Beendigungsformel    

•Dankes-und Bedauernsformel, Empfehlung,   

•Zukunfts- und Erfolgswünsche    sowie    

•Ausstellungsdatum und Unterschrift(en) (optimalerweise mit Funktionsbezeichnung)

Das Zeugnis sollte auf Firmenpapier, auf dem die Anschrift der Firma zu entnehmen ist, ausgedruckt sein, orthographisch korrekt und ohne irgendwelche Zeichen, die missinterpretiert werden könnten.

Wenn Sie ein Zeugnis erhalten, prüfen Sie es auf folgende Kriterien:

•Sind alle Zeugnisbausteine vorhanden oder gibt es Weg-/Auslassungen? Auch eine fehlende Aussage ist eine Aussage!

•Sind die Inhalte der einzelnen Bausteine ausführlich und entsprechend der Position und Dauer der Beschäftigung dargestellt? Oder beschreiben sie evtl. Oberflächlichkeiten oder gar Banalitäten ("Tagespost bearbeitet" als Aufgabenbereich für eine Sekretärin ist eher peinlich)?

•Stehen die Bausteine in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander? (Der Arbeitnehmer wird sehr gelobt und seine Leistungen/Erfolge mit sehr gut benotet, die Leistungsbeurteilung aber enthält nur einen mageren Satz - evtl. wird hier jemand "weggelobt"...)

•Stimmt das Kündigungsdatum mit dem Zeugnis-Ausstellungsdatum überein? Wenn nicht, deutet dies in den meisten Fällen auf Unstimmigkeiten zwischen AN und AG hin, die in der Praxis häufig dem AN angelastet werden (provoziert manchmal unangenehme Nachfragen im Vorstellungsgespräch!).

•Ein gutes, wohlwollendes Zeugnis ist nur dann "rund" wenn der AG für die Leistungen/gemeinsame Arbeit dankt, das Ausscheiden bedauert und für die Zukunft alles Gute und "weiterhin" Erfolg wünscht (ohne dieses Wörtchen könnte man annehmen, dass es bisher keine Erfolge gab).



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